{"id":16,"date":"2019-11-10T22:55:19","date_gmt":"2019-11-10T21:55:19","guid":{"rendered":"http:\/\/grisu\/wordpress_ffw\/?page_id=16"},"modified":"2020-03-19T20:02:18","modified_gmt":"2020-03-19T19:02:18","slug":"chronik","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.feuerwehr-rederzhausen.de\/index.php\/chronik\/","title":{"rendered":"Chronik"},"content":{"rendered":"\n<p><a href=\"https:\/\/www.feuerwehr-rederzhausen.de\/wp-content\/uploads\/chronik\/chronik_ffw_rhs.pdf\">Abschrift der Vereinschronik als Download (PDF)<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Die Wurzeln der Freiwilligen Feuerwehr Rederzhausen gehen auf das Jahr 1872 zur\u00fcck. Damals wurde die Freiwilligen Feuerwehr Ottmaring-Rederzhausen offiziell gegr\u00fcndet. Zum Vorstand wurde der Lehrer Michael Stroebl gew\u00e4hlt, der dieses Amt \u00fcber 10 Jahre bekleidete. Insgesamt fasste die Wehr im Gr\u00fcndungsjahr 40 aktive Mitglieder. Bereits im Vorjahr der Gr\u00fcndung (1871) hatten die beiden Nachbargemeinden zusammen eine Feuerspritze beschafft. Diese recht einfache, von Hand betriebene Spritze stand viele Jahre im Dienste der Wehr und wurde im Gemeindehaus gelagert. Ein eigenes Feuerwehrhaus hat es damals noch nicht gegeben.<\/p>\n\n\n\n<p>1891 einigten sich die Ortschaften auf den Kauf einer neuen Feuerspritze. Die neue Spritze war zwar doppelt so teuer wie die erste, aber auch wesentlich leistungsf\u00e4higer. So konnte diese Wasser gleichzeitig pumpen und ansaugen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Spaltung der Wehr:<\/h3>\n\n\n\n<p>Gem\u00e4\u00df dem Ministerialerlass vom 17. Mai 1936 hatte jede Gemeinde eine eigene Feuerwehr aufzustellen und zu unterhalten. Des Weiteren zeigte sich im Sommer 1936, dass der Brandschutz in Rederzhausen &#8211; trotz der gemeinsamen Feuerwehr &#8211; ungen\u00fcgend war. Am 16. Januar 1937 wurde deshalb die nun eigenst\u00e4ndige Freiwillige Feuerwehr Rederzhausen gegr\u00fcndet.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Wehr bestand nach der Trennung aus 34 Mitgliedern. Vorstand wurde der B\u00fcrgermeister von Rederzhausen, Sebastian Schmid, w\u00e4hrend Georg K\u00f6lbl das Amt des Kommandanten \u00fcbernahm. Noch im selben Jahr wurde die Beschaffung einer neuen Motorspritze beschlossen. Die Wahl fiel auf eine Modell von &#8222;Magirus&#8220;. Diese Spritze befindet sich noch heute im Besitz der Feuerwehr und ist noch immer funktionst\u00fcchtig. Als Feuerwehrhaus diente die alte Garage von B\u00fcrgermeister Schmid. Dieses Geb\u00e4ude wird heute vom Gartenbauverein Rederzhausen benutzt und die Sirene auf dem Dach, die sp\u00e4ter installiert wurde, ist immer noch im Betrieb.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahr 1937 zeichnete sich der kommende Krieg bereits ab. In der Vereinschronik steht dar\u00fcber geschrieben: &#8222;Eine weitere gro\u00dfe Gefahr bilden die im Kriegsfalle m\u00f6glichen Bombenangriffe auf die Nachbarst\u00e4dte Augsburg und Friedberg&#8220;. Aus diesem Grund wurden im Jahr 1938 ein eigener Schlauchwagen und eine fahrbare Leiter angeschafft. Als 1939 schlie\u00dflich der Krieg ausbrach wurden die Reihen der Wehr stark gelichtet. Die vielen jungen M\u00e4nner fehlten der Mannschaft, die nun mit weiteren Aufgaben konfrontiert war. Die Feuerwehr hatte von nun an gr\u00f6\u00dfere polizeiliche Aufgaben zu bew\u00e4ltigen. Sie war f\u00fcr den gesamten Katastrophenschutz zust\u00e4ndig und der Aktionsradius wurde auf bis zu 10km ausgeweitet, um andere unterbesetzte Wehren zu unterst\u00fctzen. Heute m\u00f6gen 10km als kurze Entfernung gelten, aber fr\u00fcher war es im Brandfall eine weite Strecke, wenn man sie mit dem Traktor zur\u00fccklegen musste.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Luftangriffe auf Augsburg und M\u00fcnchen 1944:<\/h3>\n\n\n\n<p>Beim Luftangriff auf Augsburg in der Nacht zum 25. Februar 1944 wurde die Rederzhauser Feuerwehr bereits beim ersten Luftalarm von B\u00fcrgermeister Schmid in Bereitschaft versetzt. Gleich nach dem Abklingen der ersten Angriffswelle wurde unsere Wehr zum L\u00f6schen nach Hochzoll beordert. Kurz nach der Ankunft am Einsatzort setzte die zweite Welle ein, weshalb sich die Feuerwehrm\u00e4nner in einem Kellergew\u00f6lbe in Sicherheit bringen mussten. Nach dem Ende des Angriffs wurde die Rederzhauser Wehr zum L\u00f6schen nach Pfersee befohlen, musste die L\u00f6scharbeiten aber am Vormittag des 25. Februar wegen Temperaturen von 25 Grad unter Null einstellen. Die Schl\u00e4uche waren eingefroren. Alle Feuerwehrkameraden kehrten wohlbehalten wieder von dem Einsatz zur\u00fcck und es str\u00f6mten zahlreiche Ausgebombte auf der Suche nach einer Unterkunft nach Rederzhausen.Im Oktober 1944 wurde die Rederzhauser Feuerwehr nach einem Luftangriff zu einem L\u00f6scheinsatz nach M\u00fcnchen beordert, wurde dort aber nicht mehr eingesetzt und r\u00fcckte kurz darauf wieder ab.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Nachkriegszeit:<\/h3>\n\n\n\n<p>Die erste Generalversammlung nach Kriegsende fand am 03.07.1948 im Gasthof Schmid statt. Bis zum Juni 1948 konnte die St\u00e4rke wieder auf 18 Mann erh\u00f6ht werden. Im Jahr 1952 wurden erfolgreich acht Neumitglieder angeworben, mit denen sich die St\u00e4rke auf 26 Mann erh\u00f6hte.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ein neues Kapitel:<\/h3>\n\n\n\n<p>Die Jahre 1975 und 1976 brachten f\u00fcr die Feuerwehr Rederzhausen gro\u00dfe \u00c4nderungen und Fortschritt. Im M\u00e4rz 1975 begannen die Arbeiten f\u00fcr das neue Feuerwehrhaus. Mit \u00fcber 1600 Arbeitsstunden beteiligten sich freiwillige Helfer aus der eigenen Reihe bei den Bauarbeiten. So wurden die kompletten Ausbauarbeiten von den Feuerwehrm\u00e4nnern selbst \u00fcbernomen, die Kosten f\u00fcr den Rohbau wurden von Staat und Gemeinde getragen. Noch im November 1975 konnte das neue Feuerwehrhaus eingeweiht werden und erhielt durch Pfarrer Josef Gleich den kirchlichen Segen. Zudem beschloss der Gemeinderat den Kauf eines L\u00f6schgruppenfahrzeugs, das zwei Jahre darauf \u00fcbergeben wurde. In den Wahlen 1976 wurde Sebastian Steinherr zum Kommandanten gew\u00e4hlt. Er f\u00fchrte dieses Amt 24 Jahre lang mit sehr gro\u00dfem Einsatz aus. Daduch pr\u00e4gte er die Geschichte der Feuerwehr wie kaum ein anderer.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery columns-2 is-cropped wp-block-gallery-1\"><ul class=\"blocks-gallery-grid\"><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"480\" height=\"320\" src=\"https:\/\/www.feuerwehr-rederzhausen.de\/wp-content\/uploads\/chronik\/chronik_02.jpg\" alt=\"\" data-id=\"161\" data-full-url=\"https:\/\/www.feuerwehr-rederzhausen.de\/wp-content\/uploads\/chronik\/chronik_02.jpg\" data-link=\"https:\/\/www.feuerwehr-rederzhausen.de\/chronik_02\/\" class=\"wp-image-161\" srcset=\"https:\/\/www.feuerwehr-rederzhausen.de\/wp-content\/uploads\/chronik\/chronik_02.jpg 480w, https:\/\/www.feuerwehr-rederzhausen.de\/wp-content\/uploads\/chronik\/chronik_02-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><\/figure><\/li><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"480\" height=\"320\" src=\"https:\/\/www.feuerwehr-rederzhausen.de\/wp-content\/uploads\/chronik\/chronik_01.jpg\" alt=\"\" data-id=\"160\" data-full-url=\"https:\/\/www.feuerwehr-rederzhausen.de\/wp-content\/uploads\/chronik\/chronik_01.jpg\" data-link=\"https:\/\/www.feuerwehr-rederzhausen.de\/chronik_01\/\" class=\"wp-image-160 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\" srcset=\"https:\/\/www.feuerwehr-rederzhausen.de\/wp-content\/uploads\/chronik\/chronik_01.jpg 480w, https:\/\/www.feuerwehr-rederzhausen.de\/wp-content\/uploads\/chronik\/chronik_01-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><\/figure><\/li><\/ul><\/figure>\n\n\n\n<p>In der Jahreshauptversammlung im Jahr 1999 wurde Gerhard Walz zum neuen Kommandanten gew\u00e4hlt. Er l\u00f6st Sebastian Steinherr ab, der 24 Jahre lang Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Rederzhausen war. Als stellvertretender Kommandant wurde Johann Schwandtner gew\u00e4hlt. Ein sehr trauriger Tag f\u00fcr die Feuerwehr Rederzhausen war der 1. August 2001. An diesem Tage verstarb Sebastian Steinherr, der die Wehr seit 24 Jahren als Kommandant f\u00fchrte. Mit nur 60 Jahren kam sein Ableben nach nur kurzer Krankheit f\u00fcr die Mitglieder und seine Angeh\u00f6rigen sehr \u00fcberraschend.<\/p>\n\n\n\n<p>Im September 2003 begann der Umbau des gesamten Feuerwehrhauses. Ein Anbau und die Verkleinerung der Fahrzeughalle erm\u00f6glichten den Umzug des Schulungsraums aus dem Keller in das Erdgeschoss. Es wurde aber auch das Dach, der Vorplatz und der Rest des Feuerwehrhauses grundlegend saniert. Die Mitglieder leisteten dabei ca. 6850 freiwillige Arbeitsstunden. Dekan Martin G\u00f6gler weihte am Samstag, den 18.09.2004 das neue Ger\u00e4tehaus feierlich ein.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Dezember 2008 bekam die Feuerwehr Rederzhausen eine neues Fahrzeug. Am Samstag, den 11. Juli 2009 erfolgte die feierliche Fahrzeugweihe durch Dekan Adalbert Brandmair an der St. Thomas Kapelle in Rederzhausen mit festlichem Umzug zum Feuerwehrhaus. Bei den anstehenden Kommandantenwahlen im Jahr 2011 wurden Johann Held und Marcus Judex zum neuen Kommandanten und Stellvertreter gew\u00e4hlt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Abschrift der Vereinschronik als Download (PDF) Die Wurzeln der Freiwilligen Feuerwehr Rederzhausen gehen auf das Jahr 1872 zur\u00fcck. Damals wurde die Freiwilligen Feuerwehr Ottmaring-Rederzhausen offiziell gegr\u00fcndet. 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